Corona-Retrospektive: GameChanger - aus der Krise Nutzen schaffen

„Was vorher undenkbar schien – plötzlich ging es!“

Diesen Satz - so oder so ähnlich - hören wir immer wieder, wenn Führungskräfte und Mitarbeiter*innen erzählen, wie sie mit den Herausforderungen des Home Office in der Corona-Krise umgegangen sind: Kreativ, innovativ, flexibel. Also genau so, wie die meisten Führungskräfte sich Mitarbeiter*innen wünschen dürften. Da stellt sich doch die Frage: Wie können wir diese ungemein wertvolle Erfahrung der Kreativität, Lösungsorientierung und starken Gemeinschaft nachhaltig für die Zukunft des Unternehmens nutzen? Und was können Führungskräfte tun, um diese guten Erfahrungen der Krisenbewältigung für die Stärkung und Innovationskraft von Mitarbeitenden und Unternehmen einzusetzen?

Diese Fragen haben wir uns - gemeinsam mit 10 Führungskräften aus unterschiedlichen Branchen – bei unserem Online-Meetup “GameChanger – Aus der Krise Nutzen schaffen gestellt. Daniel Köhn moderierte lebendige Austauschrunden und setzte inspirierende Impulse zu aktuellen Fragen von Führung.

So bunt der Kreis der Teilnehmer*innen war, so unterschiedlich war auch die Wahrnehmung der Situation und der aktuellen Herausforderungen in der Führung. Hier ein kleiner Auszug der wichtigsten Take-Aways:

Wie haben sich Nähe und Distanz während Corona verändert?

  • Mehr Führung durch mehr Suche nach persönlichem Kontakt durch Telefonate, After Work Online-Treffen
  • Verbessertes Verständnis für die persönliche Situation bei Kolleg*innen
  • Remote hat Nähe durch Einblick ins Private geschaffen

Wie hat sich Corona auf Macht/Kontrolle von Führungskräften ausgewirkt?

  • Alter Führungsstil wird nicht mehr akzeptiert: Risiko ist hoch, dass bei Einführung von alten Regeln die Mitarbeiter*innen nicht mitgehen werden
  • Entfremdung der Teams: Es war schwieriger ins Team hineinzuhorchen
  • Hinterfragen der eigenen Rolle ist eine Herausforderung für viele Führungskräfte
  • Führungsaufgabe ist durchlässiger geworden mit Tendenz zum "Servant Leader"

Welche Veränderungen zeigten sich in der Kommunikation?

  • Regelmäßig vor Kamera, regelmäßiger Kaffeeplausch/Mittagstreff
  • Einführung von Dailys
  • Taktung von Meetings erhöht, Arbeit kleinteiliger Kommunikation aufwendiger
  • Dennoch: Gefahr von Burnout/Depression/Alleinsein bei den Mitarbeitenden
Nächster Artikel:
Schon mal etwas von der Kilimanjaro-Strategie gehört?